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Tabu-Thema Geld?

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Neuntklässler der Johannesschule meinen: "Über Geld spricht man doch!"

"Kaufen auf Pump-warum soll das nicht funktionieren?“ war eine der vielen Fragen, über die sich Frau Krings und Herr Sander
(SKM-Sozialdienst katholischer Männer) mit den Schülern der neunten Klassen austauschten. Die Schüler wurden grundlegend aufgeklärt und bekamen praktische Hinweise zum verantwortungsvollen Umgang mit ihrem eigenen Geld und wie sie Schulden vermeiden können.
Die Fragen "Wofür gebe ich eigentlich Geld aus?" und "Wie behalte ich einen Überblick über meine Ausgaben?" standen im Zentrum.

Dafür wurden Geschichten erzählt, Filmsequenzen geschaut und viele lebensnahe Beispiele aus der Praxis erzählt. Die Schüler konnten mitdiskutieren, was sie selbst in den jeweiligen Situationen anders gemacht hätten. Jugendliche haben heute weniger konkret mit Geld zu tun, vielmehr virtuell. Die Geldkarte spielt eine große Rolle. Es wurde abgewogen, inwiefern dadurch stärker als durch das Bezahlen in bar die Gefahr einer Verschuldung entstehen könnte. Gesprochen wurde in diesem Zusammenhang über Umgang mit dem Smartphone, dem Internetshopping sowie dem eigenen Konsumverhalten und Auskommen mit dem Taschengeld.

Es stellte sich heraus, dass Jugendliche oft keine Ahnung davon haben, was zum Beispiel Lebensmittel kosten. Wie hoch ist der Preisunterschied, wenn ich ein belegtes Brötchen beim Bäcker kaufe oder wenn ich es selbst zuhause belege? Die angesprochenen Themen kamen aus dem Lebensumfeld der Schüler. Gewarnt wurde vor unüberlegten Käufen und Vertragsabschlüssen. Nach Umfragen in den Klassen ist der Umgang mit Geld in einigen Familien ein Tabuthema. Nur im Gespräch und im Austausch über Geldangelegenheiten können Kinder lebenstüchtig gemacht werden.

"Seit dem Jahr 2006 arbeiten wir mit unseren Schülern verstärkt im Bereich der Suchtprävention", teilt Veronika Rosken, die Initiatorin des Projekts, mit. Unterstützt wird die Johannesschule dabei von 17 externen Mitarbeitern aus verschiedenen Einrichtungen des Emslandes welche sich Prävention beschäftigen. Die Berater knüpfen an eigene Erfahrungen an und gestalten mit den Johannesschülern der Jahrgangsstufen 5-9 eine besondere Form von Unterricht. Die Themen reichen von Rauchen (Stufe 5) über soziale Netzwerke und Cybermobbing (Stufe 6), den kontrollierten Umgang mit Alkohol (Stufen 7 und 8) bis hin zum Glücksspiel und dem Umgang mit Geld (Stufe 9).