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Sprachlernklasse in Meppen

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Fachlehrer Jan Berger (l.) und Schulleiter Georg Jansen (r.) sichten das Material für DAZ – Klasse und bereiten gemeinsam den Unterricht vor. vergrößern

Johannesschule startet zum neuen Schuljahr mit Förderung

Die Johannesschule, eine Oberschule in Trägerschaft der Schulstiftung im Bistum Osnabrück, hat zum neuen Schuljahr eine Sprachlernklasse für Flüchtlingskinder eingerichtet. Damit setzt die Konkordatsschule den Wunsch zahlreicher neu zugezogener Mitbürger um, auch in Meppen eine wohnortnahe Beschulung zu ermöglichen.

Zum ersten Schultag nach den Sommerferien konnte Schulleiter Georg Jansen sechs Schülerinnen und Schüler für die neue Klasse begrüßen. Insgesamt zwölf Plätze stehen für Kinder ohne Deutschkenntnisse zur Verfügung. "Wir gehen davon bis zu den Herbstferien die Sollstärke zu erreichen", so Jansen. Unterrichtet werden die Kinder angelehnt an das DAZ–Konzept (Deutsch als Zweitsprache). Dabei erhalten die Schülerinnen und Schüler jeweils in den ersten drei Stunden eines Schultages jahrgangsübergreifend Unterricht gemeinsam in der neuen DAZ-Klasse. Um die Integration in die Schulgemeinschaft zu ermöglichen, nehmen die Kinder am weiteren Vormittag am Unterricht einer altersgemäß zugeordneten Regelklasse teil.

Die Schulen in Trägerschaft der Schulstiftung haben gemäß dem niedersächsischen Schulgesetz die gleichen Lern- und Erziehungsziele wie öffentliche Schulen zu verfolgen. Damit obliegt ihnen u. a. auch die Förderung von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache, um die gleichberechtigte Bildungsteilhabe zu ermöglichen. "Obwohl das Land Niedersachsen uns aber keine zusätzlichen finanziellen Mittel oder Lehrkräfte dafür zur Verfügung stellt, sehen wir uns als katholische Schule in der Pflicht unseren Beitrag in der aktuellen Flüchtlingsdebatte zu leisten", so Jansen weiter.

Da die Konkordatsschule aber an bestehende Verträge zwischen dem Land Niedersachsen und der Kirche gebunden ist; die Schule darf nicht mehr als 30% nicht-katholische Schülerinnen und Schüler unterrichten; muss die Zahl der Kinder aus Flüchtlingsfamilien auf eine Sprachlernklasse mit zwölf Kinder begrenzt werden. Ziel der Sprachlernklasse ist es die Schülerinnen und Schüler in einem halben Jahr mit der deutschen Sprache soweit vertraut zu machen, dass danach die Teilnahme am regulären Unterricht komplett möglich ist.