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Schaustellerkinder an der Johannesschule

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Kurt-Maurice und Lesley Braun, Celine Wöstmann und Antonia Wilken erläutern Schulleiter Georg Jansen an der Smartboard die Welt der Schaustellerkinder vergrößern

Aufgrund ihrer Schulstruktur und der räumlichen Nähe zum Weihnachtsmarkt und Kirmesplatz nimmt die Johannesschule seit vielen Jahren Kinder aus Schaustellerfamilien auf und hat ein besonderes Unterstützungsprofil entwickelt.

„Als Schule in kirchlicher Trägerschaft stehen wir in der Verantwortung, auch den Kindern, die mit einem häufigen Stadt- und Schulwechsel zurechtkommen müssen, gute Schulbedingungen und damit bestmögliche Bildungschancen zu bieten“, so Schulleiter Georg Jansen. Kinder beruflich Reisender, die beispielsweise in Zirkus- und Schaustellerbetrieben arbeiten, besuchen im Jahr bis zu 40 verschiedene Schulen bundesweit.

Die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt stellte nun in Hannover Verbesserungen im Unterstützungssystem des Landes für die Schulsituation sogenannter Schaustellerkinder in Aussicht. Das schulische Unterstützungs- und Förderungssystem sieht für die rund 420 Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen im Winter eine Stammschule vor, die Lernmaterialien und einen individuellen Lernplan zur Verfügung stellt. Während der Reisesaison besuchen sie Stützpunktschulen in der Nähe von Festplätzen. Ein Schultagebuch dokumentiert Lernpläne und Lernwege. Bereichslehrkräfte unterstützen und beraten die Familien und Schulen in allen Fragen der Beschulung und halten überregional Kontakt zu anderen Schulen. Schulleiter Georg Jansen sieht hier eine große Hilfe durch das Land Niedersachsen auf die Schulen zukommen.

„Grade Schaustellerkinder benötigen unsere besondere pädagogische Unterstützung, da sie sich alle drei bis vier Wochen auf neue Mitschüler und Lehrer einstellen müssen.“ Ministerin Heiligenstadt kündigte eine Überarbeitung des betreffenden Erlasses zum nächsten Schuljahr und damit Verbesserungen für die schulische Situation der Kinder aus Familien beruflich Reisender an. Geplant sei u. a. die Ressourcen für besonders häufig frequentierte Stützpunktschulen und die Bereichslehrkräfte zu erhöhen.