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Rassismus – gestern und heute

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Bild #7353
Rassismus heute und gestern. vergrößern


Projektgruppe auf Spurensuche

Während ein großer Teil der Schüler der Johannesschule in Rom weilte, setzte sich eine Gruppe von 22 daheim gebliebenen Schülerinnen und Schülern mit dem Thema Rassismus auseinander.

Zunächst beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Phänomen des Rassismus und stellten fest, dass Menschen schon immer aufgrund zugeschriebener oder tatsächlich unveränderlicher Merkmale als minderwertig eingestuft, als Bedrohung erlebt und mit Hass belegt wurden. Von besonderem Interesse war dabei der Rassismus in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus. Die Projektgruppe analysierte Filme zum Thema, besuchte die Gedenkstätte Esterwegen und ging auf Spurensuche in Meppen. Dabei stießen sie auf die Stolpersteine, die an das Schicksal der ehemaligen jüdischen Mitbürger erinnern. Die Stolpersteine im Stadtgebiet wurden von der Gruppe aufgesucht und gereinigt. Während dieser Aktion wurden die Schülerinnen und Schüler von vielen Menschen angesprochen. Einige lobten ihr Engagement, andere nahmen die Stolpersteine zum ersten Mal bewusst wahr.

Zum Abschluss des Projektes setzte sich die Projektgruppe mit dem Artikel 1 des Grundgesetzes "Die Würde des Menschen ist unantastbar" auseinander. Es wurde hinterfragt, was "rassistisch sein" für jeden einzelnen bedeutet. Anhand von Fallbeispielen aus dem Alltag, an Beispielen aus der Werbung und an der Analyse von diskriminierenden Begriffe wurde noch einmal verdeutlicht, dass Rassismus auch heute überall auftaucht: in der Sprache, in Bildern, im Verhalten von Menschen, in Institutionen, in Gesetzen und Verordnungen. Er ist auf den ersten Blick oft unsichtbar, dazu subtil und hartnäckig. Rassismus zu erkennen ist der erste Schritt, um ihm entgegentreten zu können.