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Katholische Oberschule positioniert sich neu

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Johannesschule arbeitet ab Sommer 2017 ohne Haupt- und Realschulzweig


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Die neu zusammengesetzte Schulleitung der Johannesschule hat das überarbeitete Schulkonzept auf den Weg gebracht. v.l.n.r. Didaktischer Leiter Helmut Röben, Direktorstellvertreter Jürgen Wesseln, 2. Konrektorin Veronika Rosken, Oberschuldirektor Georg Jansen vergrößern

Auf der letzten Sitzung der Schulkonferenz im Jahr 2016 hat sich die Johannesschule Meppen, eine Oberschule in Trägerschaft der Schulstiftung im Bistum Osnabrück, neu aufgestellt. Alle Schülerinnen und Schüler bleiben ab sofort von der fünften bis zur zehnten Jahrgangsstufe in den bei der Einschulung gebildeten Klassen.

Die Oberschule der Johannesschule bietet schon seit 5 Jahren die Möglichkeit das „gemeinsame Lernen der Schülerinnen und Schüler“ zu verstärken, so Schulleiter Georg Jansen. So setzt sich die Johannesschule mit der Oberschule insbesondere das Ziel das „Lernen der Schülerinnen und Schüler von- und mit einander“ auszubauen, so Jansen weiter. Das Konzept ist in besonderer Weise dem Gedanken des „Forderns und Förderns“ verpflichtet und räumt deshalb der „inneren Differenzierung“ als Unterrichtsprinzip Vorrang vor einer „äußeren Differenzierung“ ein.
Nun hat die Schulkonferenz beschlossen dieses Konzept bis zum Abschlussjahrgang durchzuführen. „Wir halten eine Aufteilung der Schüler in Haupt- und Realschulzweige selbst zum 8. Schuljahr nicht für machbar, da ein Kind welches zwei Jahre in einem Grundkurs erfolgreich mitgearbeitet hat, bei einer Versetzung in den Realschulzweig zu große Lücken gegenüber den Kinder aus den Erweiterungskursen hat“, führt Schulleiter Georg Jansen an. „Lediglich Schüler die in allen drei Hauptfächern (Mathematik, Englisch und Deutsch) in Erweiterungskursen waren, würden auch im Realschulzweig komplett erfolgreich mitarbeiten können“, so der Oberschuldirektor Jansen weiter. Daher hat die Lehrerkonferenz der Johannesschule nun mit über 95% Zustimmung und die Schulkonferenz als höchstes beschlussfassendes Gremium einstimmig beschlossen, dass die Schule von der Stufe 5 bis zur Stufe 10 komplett jahrgangsgebunden arbeitet. Einmal gebildete Klassen werden nicht aufgeteilt. „Dies ist auch für die pädagogische Arbeit der Klassenlehrer ein großer Vorteil“, so der stellvertretende Schulleiter Jürgen Wesseln. Um den Schülerinnen und Schülern eine kontinuierliche Ansprechperson zu gewähren, wurde nun in der Schulkonferenz neu beschlossen, dass die Jahrgänge 5 – 7 und 8 – 10 mit je einem Klassenlehrer eine Einheit bilden.
„Da die Oberschule der Johannesschule die Möglichkeit des gemeinsamen Lernens der Schülerinnen und Schüler zu verstärken versucht, findet am Ende der Klassen 5 und 6 eine Regelversetzung in den nächsten höheren Jahrgang statt“, erläutert der didaktische Leiter Helmut Röben. Die Johannesschule verzichtet dabei in der Stufe 5 komplette auf eine äußere Differenzierung. „Da im letzten Sommer die Schullaufbahnempfehlungen der Grundschule abgeschafft worden sind, können wir die Kinder nicht in Haupt- und Realschulzweige einschulen“, so die zweite Konrektorin Veronika Rosken. Um den gegebenen Leistungsunterschieden gerecht zu werden, wird in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch mit zwei dem Leistungsniveau angepassten Wertungsskalen (G/ E-Niveaus) gearbeitet. Die pädagogischen Klassenkonferenzen behalten sich vor, die Effektivität der Forder- und Förderkurse zum Ende des 2. Halbjahres der Kl. 5 zu überprüfen und eventuell für die Kl. 6 eine äußere Differenzierung in einem oder zwei Hauptfächern zu installieren. Ein Schulleitungsmitglied nimmt an dieser Konferenz teil.
Eine äußere Differenzierung findet ab dem 7. Jahrgang in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch statt, ab der Stufe 9 kommt noch eine Naturwissenschaft hinzu. Durch die Einteilung in Grund- und Erweiterungskurse wir die Johannesschule den spezifischen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht. Die Berufspraktika werden im 2. Halbjahr des 9. Schuljahres und im 1. Halbjahr des 10. Schuljahres durchgeführt. Die Abschlussfahrt findet im 2. Halbjahr des 10. Schuljahres statt. Schülerinnen und Schüler, die nach der 9. Klasse mit dem Hauptschulabschluss die Schule verlassen wollen, können ihre vertiefte Berufsorientierung durch die Wahl des Profils Berufsvorbereitung erreichen. Die Klassenlehrer beraten Eltern und Schüler schon ab dem Ende des 8. Schuljahres über weitere Schullaufbahnempfehlung.
Mit dem jetzt verabschiedeten Oberschulkonzept übernimmt die Johannesschule viele Elemente von erfolgreich arbeitenden Gesamtschulen. Auch die Abschlussverordnung mit den schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen der Gesamtschule werden ab dem Schuljahr 2017/18 an der Johannesschule Meppen angewendet. Diese sind in der jahrgangsgebunden Oberschule niedersachsenweit identisch zur Gesamtschule. Im Sommer 2017 werden die letzten Schülerinnen und Schüler aus der Haupt- und Realschule verabschiedet. „Für die jetzige Stufe 10 gilt bestandsschutz“, führt Oberschuldirektor Georg Jansen aus, „hier ändert sich nichts mehr“.