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Johannesschule räumt Sporthalle für Flüchtlinge

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Schüler der Johannesschule räumen die Spielmaterialien aus der Sporthalle aus. vergrößern

Neben der Turnhalle der BBS wurde am Freitag auch die von der Stadt Meppen an die Johannesschule vermietete Stadtsporthalle für die Unterbringung von Flüchtlingen gesperrt.

Die Schulleitung wurde am Donnerstag ausführlich vom Städtischen Direktor Matthias Warmes über die bevorstehende Schließung informiert. Die Turnhalle soll laut Landkreis für vier Wochen den Flüchtlingen zur Verfügung stehen. "Daran glaubt aber weder die Stadt Meppen noch wir in der Johannesschule",
so Schulleiter Georg Jansen. "Bald wird es Winter und wo sollen die Menschen dann Menschen schlafen? Wir gehen realistisch von ein paar Monaten aus", so Jansen weiter. "Natürlich ist es für uns nicht erfreulich und bedeutet nun einen großen organisatorischen Aufwand, aber die Menschen die dort untergebracht werden, sind jetzt wichtiger", erklärt Oberschuldirektor Jansen.

Die Stadt Meppen hat der Johannesschule zugesichert den Sportunterricht tageweise an den anderen Oberschulen und Gymnasien in Meppen nach den Herbstferien durchführen zu können. Dazu muss der Stundenplan über die Herbstferien umgearbeitet werden. Auch der vorübergehende Ausfall von Sportunterricht für einzelne Klassen ist nicht auszuschließen. Für den Transport der Schüler zu weiter entfernten Sporthallen werden Busse zur Verfügung gestellt.


Auch wenn die neu entstandene Situation für die Johannesschule nicht erfreulich ist, ist man dort überzeugt, zusammen mit der Stadt Meppen und den anderen Oberschulen und Gymnasien eine für alle beteiligten zufriedenstellende Lösung zu finden, bei der alle Beteiligten organisatorische Kompromisse eingehen müssen.

"Als vom Bundesinnenminister ausgezeichnete Schule gegen Rassismus ist es für uns selbstverständlich Unterkunft für Menschen die vor Terror und Krieg fliehen zu schaffen, auch wenn es für uns nicht einfach wird", führt Georg Jansen aus. Dabei hofft der Oberschuldirektor auch, dass die Kommentare in den sozialen Netzwerken zur Schließung von Turnhallen sachlich bleiben. "Es sollte zu denken geben, dass viele die sich dort negativ äußern, überhaupt nicht selber betroffen sind",
so Jansen. "Wir als betroffene Schule versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Die Menschen, die dort unterkommen werden, haben sicherlich nicht leichtfertig ihre Heimat verlassen. Trotzdem erwarten wir von den verantwortlichen Politiker in Land, Kreis und Stadt, dass mittelfristig eine andere Lösung für unsere Schule und insbesondere für die Flüchtlinge gefunden wird."