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Alles O.k.?

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Bild #4837
Frühschicht am Aschermittwoch. vergrößern

Mit dieser Frage setzten sich 60 Schülerinnen und Schüler, einige Kollegen der Johannesschule sowie Firmkatecheten der Propsteigemeinde zusammen mit Frauke Neuber und Kathrin Sierp in der Frühschicht am Aschermittwoch auseinander.

Den Einstieg bildete ein kurzes Rollenspiel, in dem unsere Frühschicht-und Gottesdienst-Vorbereitungs-AG sehr lebendig deutlich machte, wie häufig man die Frage "Alles O.k.?" gestellt bekommt und halbherzig darauf antwortet. Die Fastenzeit ist die Chance, wirklich darüber nachzudenken, wie es mir geht. Frauke Neuber machte deutlich, dass das Aschekreuz in diesem Zusammenhang ein starkes Symbol ist, da es nicht nur für Tod steht, sondern auch für Neues.

In angenehm ruhiger Atmosphäre konnte jeder an verschiedenen Stationen seinen Gedanken nachgehen. So gab es die Möglichkeit, Papierblumen mit guten Vorsätzen zu beschriften. Diese öffnen sich, auf dem Wasser.

Wer etwas aus seinem Leben entfernen möchte, konnte dieses auf einen Lumpenfetzen schreiben und verbrennen.

Die Klagemauer bot die Chance, zu formulieren, weshalb ich wütend bin oder traurig.

Außerdem konnte man "Gras über Dinge wachsen lassen", indem man einen guten Vorsatz für die Fastenzeit auf einen Stein schrieb. Dieser wurde in eine Schale mit Erde gelegt und dazu ein Weizenkorn. Wenn diese keimen, wachsen die Steine mit frischem Grün zu.

Unsere 5. und 6. Klassen feierten am Aschermittwoch je einen Wortgottesdienst, der sich ebenfalls um die Frage "Alles O.k.?" drehte. Im Unterricht bereiteten sie Fürbitten vor und ein passendes Rollenspiel. Zum Empfang es Aschekreuzes brachten sie einen Stein mit einem guten Vorsatz für die Fastenzeit mit. Auch sie säten Weizen dazu.

Frühschicht und Gottesdienste entließen uns mit folgendem Segensgebet in die Fastenzeit:


Rüttle uns auf, o Herr,
damit wir mutiger werden.

Rüttle uns auf, o Herr,
damit unsere Hoffnung Phantasie bekommt,
die das ausmalen, ausdenken, ausdeuten kann,
von dem wir jetzt nur träumen können,
den neuen Himmel und die neue Erde.

Rüttle uns auf, o Herr,
damit unsere Hoffnung Hände bekommt, heilende Hände,
Hände, die Tränen abtrocknen,
Hände, die sich für das Gute einsetzen.

Rüttle uns auf, o Herr,
damit unsere Hoffnung Füße bekommt,
die sich in Bewegung setzen, für das Heil der Welt,
Füße, denen kein Weg zu weit ist, Füße, denen kein Weg zu schwer ist,
Füße, die den Weg weitergehen, den Jesus gegangen ist.

Rüttle uns auf, o Herr,
damit unsere Hoffnung Worte bekommt,
rechte Worte, die den Menschen verstehen,
Worte, die Mut machen, Worte, die Freude schenken,
Worte, die voll Wahrheit sind, Worte, die halten, was sie versprechen.

Jesus hat uns gezeigt, wie das geht.

Gott, der du die Liebe bist, wir bitten dich:
Segne uns mit Hoffnung.
Segne uns mit Händen, Füßen und Worten,
die diese Hoffnung glaubwürdig bezeugen und weiterschenken.
Segne uns mit geschwisterlicher Liebe.

Amen.